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Joseph-Mohr-Gedächtnissingen in Wagrain

Präsident Neureiter: "Stille-Nacht-Kultur braucht Tiefgang -
Botschaft der Menschwerdung, Botschaft der Herkunft, Botschaft des Friedens!"

"Es genügt nicht, `Stille Nacht`auf ein Produkt draufzuschreiben: Stille-Nacht-Kultur braucht Tiefgang, Stille-Nacht-Kultur ist auch Botschaft - Botschaft der Menschwerdung Gottes, Botschaft der Herkunft des Lieds, Botschaft des Friedens für die große und die kleine Welt!" betonte Michael Neureiter, Präsident der Stille Nacht Gesellschaft, in seinem Grußwort zum Joseph-Mohr-Gedächtnissingen 2017 in der Pfarrkirche Wagrain.

Neureiter erinnerte an Mohr 225. Geburtstag und an die Anfänge der Stille-Nacht-Gedenkkultur zu Beginn des 20. Jahrhunderts: "1912 erhielt der Priester und akademische Bildhauer Josef Mühlbacher aus Wagrain den Auftrag, eine Skulptur in Erinnerung an Joseph Mohr zu schaffen, der von 1837 bis zu seinem Tod 1848 als Vikar in Wagrain wirkte. Wagrain erinnerte und erinnert sich seiner in Dankbarkeit für seine Initiative für eine neue Volksschule, für sein Engagement für die Armen und Schwachen." Das von Mühlbacher in Wien geschaffene Relief kam schließlich nicht nach Wagrain, sondern fand über Rio de Janeiro den Weg nach Kufstein, wo es heute im Stille-Nacht-Gedenkraum auf der Festung zu sehen ist.

Wagrain hielt weiterhin die Erinnerung an seinen bedeutenden Pfarrer lebendig: So wurde sein Grab in Ehren gehalten, 1952 kamen die neue Joseph-Mohr-Gedächtnisorgel und die von Jakob Adlhart geschnitzte Orgelkrippe dazu. Und heuer gelang in einer gemeinsamen Anstrengung des Kulturvereins "Blaues Fenster" mit der Marktgemeinde und dem Land Salzburg die Fertigstellung des Stille Nacht Museum im Pflegerschlössl, ein wichtiger neuer Gedenkplatz an Joseph Mohr, an das Lied und seine Botschaft!

"1960 begannen Josef und Charlotte Hutter die Pflege einer aktiven Erinnerung mit dem Joseph-Mohr-Gedächtnissingen," betonte Neureiter: "Die Mitwirkenden stammen aus der ganzen Stille-Nacht-Region, Charlotte Hutter hat mit ihrer Familienmusik Eder-Hutter wieder für ein vielfältiges musikalisches Bild gesorgt. Wenn wir jetzt diesen Klängen lauschen, wird auch das Gedenken an Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber lebendig, an eine krisengeschüttelte Zeit, an die Botschaft von der Menschwerdung, an die Botschaft vom Frieden!"



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