4. gennaio 2026
„Stille Nacht! Heilige Nacht!“ nur am Heiligen Abend singen

Das außergewöhnliche Weihnachtslied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ sollte nur am Heiligen Abend und am Weihnachtstag gesungen werden. Diese Empfehlung der Stille Nacht Gesellschaft hat vor allem in Deutschland ein großes mediales Echo gefunden. Vom Bayerischen Rundfunk und dem Deutschlandfunk über den WDR und das Domradio Köln wurde die Nachricht verbreitet.

In mehreren ausführlichen Interviews konnte die Stille Nacht Gesellschaft die Gründe darlegen, die für einen äußerst sorgsamen Umgang mit dem Lied sprechen. Entscheidend ist vor allem, dass Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ genau für den 24. Dezember 1818 geschaffen haben. Vor der Krippe in St. Nicola in Oberndorf ist das Lied vermutlich nach der Mitternachtsmette erstmals erklungen.

Erfreulicher Weise wird diese Tradition in Österreich auch weitgehend eingehalten. Im ORF gibt es die interne Weisung, „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ nur am 24. Dezember und nicht vor 17 Uhr zu senden. Auch die Advents- und Weihnachtsmärkte verzichten in der Regel darauf, das Lied schon im Advent zu spielen. Die großen Einkaufszentren beschränken sich im Advent weitgehend auf die vielen traditionellen Lieder, die in diese Zeit passen.

Es gibt im Jahreskreis zahlreiche Tage, die durch ihre Tradition und ihre Gestaltung aus dem Alltag herausragen. Im Herbst ist das neuerdings Halloween am 30. Oktober. Niemandem würde es einfallen, schon Wochen früher in einem Halloween-Kostüm aufzutreten. Der Nikolaus kommt am 5. oder 6. Dezember, und nicht irgendwann. Die Heiligen Drei Könige singen und bitten in den ersten Jännertagen für Entwicklungsprojekte in Afrika, Asien oder Lateinamerika.

Genauso ist es mit „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber haben dieses einzigartige Lied für eine einzigartige Nacht geschaffen. In 300 Sprachen weltweit ist es für Millionen Menschen zum außergewöhnlichen Weihnachtserlebnis geworden. Wir tun gut daran, diesen Schatz auch für die Zukunft zu bewahren.

Josef Bruckmoser, Vizepräsident


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