1. September 2016
Mariapfarr 1816: Das Jahr, in dem Joseph Mohr das Gedicht "Stille Nacht" schrieb

Michael Neureiter und Christa Pritz

Im Herbst 1815 tritt der junge Kooperator Joseph Mohr in Mariapfarr seine erste Dienststelle an. Der Lungau ist verarmt, Missernten und Krieg haben ihre Spuren hinterlassen, der junge Kooperator ist in Mariapfarr mehr als gefordert. Und doch berührt er mit seiner leutseligen Art die Menschen, versteht die Keuschler, die Armen und die Kinder...

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Joseph Mohr auf dem Weg zu seinem Dienstposten als Seelsorger in Mariapfarr 1815 ? das Titelmotuiv des Theaterstücks ?Mariapfarr 1816: Das Jahr, in dem Joseph Mohr das Gedicht ?Stille Nacht? schrieb? (Foto Mokrit/Rudolf Strauß)

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Besonders berührend sind die Szenen, in denen es um Geburt und Taufe und um das Sterben eines Kindes geht. (Foto Mokrit/Rudolf Strauß)

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Dass im Leben Joseph Mohrs auch die Geselligkeit und das Singen nicht fehlte, wird sehr authentisch dargestellt, im Bild eine Szene in einem Gasthaus. (Foto Mokrit/Rudolf Strauß)

Die neueste regionalhistorische Theaterproduktion von Theater MOKRIT spürt Joseph Mohr und der Entstehung des Gedichtes "Stille Nacht" nach, "fernab von Weihnachtstrubel und Christkindlvermarktung..."

Dass schon bei der Premiere alle zehn weiteren Aufführungen im "Joseph Mohr - Saal" im Pfarrhof ausverkauft waren, beweist das Interesse am Thema und an der Gesamtkonzeption von Walter Anichhofer, Elisabeth Strauß und Robert Wimmer: "Dem Lungau und im besonderen dem Ort Mariapfarr und seinen BewohnerInnen ein Theaterstück zu schenken, das ganz eng in der besonderen regionalen Geschichte des Ortes und der Entstehung des Gedichtes "Stille Nacht" verwurzelt ist, das war unsere Ausgangslage, unser Wunsch."

Nach dem Prolog im Arkadenhof des Pfarrhofs geht das Stück sehr behutsam auf die besonderen Herausforderungen der Zeit ein - auf die "schlimme Zeit" infolge der Kriege und des Tambora-Ausbruchs, auf die Strapazen der Seelsorge, auf den Kontakt Mohrs zu seinem Großvater, auf die Freude am Singen und Musizieren in Geselligkeit...

Die Regie sorgt für authentische Informationen, die aus einer intensiven Vorbereitung kommen, und für recht lebendig dargebotene Volkslieder aus der Zeit. Die Mitwirkenden ermöglichen ein berührendes Erlebnis einer schweren Zeit, das Stück schafft mit knappen Andeutungen den Bezug zum Gedicht und stellt sehr einfühlsam das Lebensumfeld im Lungau dar.

Weitere Informationen finden Sie unter Theater Mokrit.


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